Abfallvermeidung: Klimaschutz beginnt im Haushalt

Abfallvermeidung: Klimaschutz beginnt im Haushalt

Die Debatte um den Klimaschutz erlebt in den letzten Jahren einen neuen Aufschwung – doch das Problem der Unmengen an Abfall, die tagtäglich produziert werden, gibt es nicht erst seit gestern. Plastik-, Metall- und Papierverpackungen, Dosen, Flaschen, Glas, Altpapier – die Liste der Abfälle, die jeden Tag anfallen, ist schier unendlich. Kein Wunder also, dass sowohl Konzerne als auch Privatpersonen stets um Abfallvermeidung bemüht sind.

Müll gar nicht erst aufkommen lassen

Abfallvermeidung – darunter versteht man alle Maßnahmen, die getroffen werden, um die Menge des Abfalls zu reduzieren. Die Abfallvermeidung geht dem Recycling voraus und fängt nicht erst im Privathaushalt an. Schon in der Produktion muss darauf geachtet werden, Produkte so zu konzipieren, dass möglichst wenig Müll anfällt.

Maßnahmen zur Abfallvermeidung von Seiten des Herstellers sind beispielsweise die Vermeidung von Stoffen in der Produktion, die als giftig oder anderweitig problematisch bekannt sind – oder von Anfang an so wenig verschiedene Stoffe und Materialmasse einzusetzen wie möglich. Darüber hinaus gilt es auch als Abfallvermeidung, wenn ein Produkt so entworfen ist, dass man es mehrfach gebrauchen kann. Dies gilt übrigens auch für den Privathaushalt: Wer vom Kauf von Wegwerfprodukten wie zum Beispiel Einwegrasierern absieht und in ein etwas teureres, aber haltbares Produkt investiert, der trägt seinen Teil zur Abfallvermeidung bei. Aber auch hier sollte man darauf achten, dass das Produkt recycelbar ist, um den größtmöglichen Teil zum Umweltschutz beizutragen.

Doch Abfallvermeidung schont nicht nur Klima und Umwelt – sondern auch den eigenen Geldbeutel. Welche anderen Maßnahmen der Abfallvermeidung gibt es also für Privatpersonen abgesehen von der Verwendung lang haltbarer Produkte? Natürlich die Verwendung von gebrauchten Produkten – es lohnt sich ein Besuch im Second Hand Shop oder ein Spaziergang über die vielen Flohmärkte der Umgebung. Doch auch wer lieber alles aus erster Hand kauft, kann seinen Teil beitragen, indem er sich vor dem Kauf genau informiert und sich bewusst für ein Qualitätsprodukt mit hoher Langlebigkeit entscheidet.

Gleich anfangen: beim nächsten Einkauf

Abfallvermeidung ist es aber natürlich auch, wenn man zum Einkaufen eigene Tragetaschen mitbringt, statt immer wieder neue Plastiktüten zu kaufen, die später nur weggeworfen werden. Wer an der Theke oder auf dem Markt einkauft und die Ware in eigenen Verpackungsbehältnissen aufbewahrt, vermeidet nicht nur das oft überflüssige Verpackungsmaterial der Waren aus dem Regal, sondern kommt zudem an leckeres und frisches Essen.

Abfallvermeidung

Foto: sigmundsig (Fotolia.com)

Der Kauf von Pfand- und Mehrwegflaschen gehört natürlich auch zu den Maßnahmen der Abfallvermeidung: Eine Mehrwegflasche erreicht immerhin oft fast 50 Umläufe! Ein Haushaltstipp zu diesem Thema: Mehrweglaschen erkennt man an acht Cent Pfand für Bierflaschen und 15 Cent Pfand für andere Getränke – wenn die Flasche dagegen 25 Cent Pfand hat, handelt es sich um eine Einwegverpackung.

Weitere Maßnahmen der Abfallvermeidung sind die Verwendung von Seife und Shampoo nachfüllbaren Containern und der Verzicht auf batteriebetriebene Geräte. Wer einen Garten hat, kann Abfälle kompostieren und so zur Abfallvermeidung beitragen, indem er den eigenen Müll recycelt: Die Blumen und Pflanzen im Garten werden sich über den Dünger freuen. Nicht nur die Liste der Abfälle ist lang, die man produziert, sondern auch die Liste der Maßnahmen, die man ergreifen kann, um aktiv Umwelt und Klima zu schützen.