Der blaue Engel: Ein Zeichen, auf das man sich verlassen kann

Der blaue Engel: Ein Zeichen, auf das man sich verlassen kann

Sicher ist es Ihnen auch schon einmal irgendwo aufgefallen: ein blaues, kreisförmiges Symbol auf einer Verpackung, in dessen Zentrum ein Mensch und ein Lorbeerkranz zu sehen sind. Das ist der blaue Engel – das älteste Kennzeichen für umweltschonende Produkte. Der blaue Ring ist das Umweltzeichen der Vereinten Nationen, die Umschrift zeigt auf einen Blick an, welche Umwelteigenschaft das markierte Produkt hat. Außerdem wird gekennzeichnet, welchen zentralen Aspekt das Produkt schützt – Klima, Gesundheit, Wasser oder Ressourcen.

Bereits vor mehr als 30 Jahren

1978 wurde der blaue Engel ins Leben gerufen, seitdem schmückt er Produkte oder kennzeichnet Dienstleistungen, die mit den für Umwelt und Natur bestmöglichen Eigenschaften ausgestattet sind. Hinter dem blauen Engel stehen vier Institutionen: Das unabhängige Gremium Jury-Umweltkennzeichen, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH, eine Zeichenvergabestelle. Das Ziel des blauen Engels: eine nachhaltige und ökologisch bewusstere Wirtschaft. Doch auch für den Verbraucherschutz ist der blaue Engel ein wichtiges Symbol.

Wer ein Produkt mit dem blauen Engel kauft, kann sich beruhigt zurücklehnen – er hat einen Teil zum Umweltschutz getan. Produkte mit dem blauen Engel erfüllen die höchsten Erwartungen, was Umweltfreundlichkeit, aber auch Gesundheitsschutz anbelangt. Sie sind unter sparsamen Einsatz von Rohstoffen hergestellt worden und verzichten auf Zusatzstoffe, die für den Verbraucher schädlich sein könnten. Darüber hinaus sind sie einfach zu entsorgen und werden dann dem Recyclingkreislauf zugeführt.

Kennzeichnung leicht gemacht

Doch was genau wird mit dem blauen Engel gekennzeichnet? Ein Beispiel für ein Produkt, das mit dem Siegen „Schützt die Ressourcen“ gekennzeichnet ist, sind natürlich Mehrwegflaschen und –gläser. Ihre Vorteile liegen in einer Reduzierung der Abfälle, einem schonenden Einsatz von Ressourcen und umweltschonenden Etiketten. Nützlich wird der blaue Engel hier für den Konsumenten vor allem deshalb, weil inzwischen sowohl Einweg- als auch auf Mehrwegflaschen Pfand kosten – der blaue Engel markiert aber nur die Mehrwegverpackungen.

Salzfreie Streumittel dagegen werden mit dem Siegel „Schützt das Wasser“ gekennzeichnet. Sie sind schonend für Bäume und Gehölze, belasten Haustiere – vor allem Hunde – auf den Gehwegen weniger, und stellen keine Umweltbelastung für Böden und Grundwasser dar. Deshalb dürfen sie das Symbol des blauen Engels tragen.

Foto: Zoonar	 (Polylooks)

Foto: Zoonar (Polylooks)

Die Markierung „Schützt die Gesundheit“ ist unter anderem auf lärmarmen Altglascontainern zu sehen. Die Anwohner müssen keine störenden Lärmbelästigungen mehr ertragen, die Ruhe, Schlaf und Entspannung vermeiden, wenn jemand sein Altglas entsorgt. Dabei wird die Lärmminderung in den mit dem blauen Engel markierten Altglascontainern durch spezielle Dämmungen und einen verbesserten Einwurfschacht gewährleistet.

Zuletzt gibt es noch das Siegel „Schützt das Klima“ – dieses dürfen beispielsweise Sonnenkollektoren tragen. Die Vorteile für Umwelt und Gesundheit liegen auf der Hand. Nicht nur steht mit der Sonnenenergie eine beinahe unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung, die herkömmliche Ressourcen wie Erdgas oder Erdöl schont, auch werden mit der Benutzung von Sonnenkollektoren Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Mit Sonnenenergie kann eine hohe Energieeffizienz erreicht werden – deshalb werden Sonnenkollektoren mit dem blauen Engel gekennzeichnet.

Insgesamt ist der blaue Engel nicht nur dank seines konkreten Informationswertes ein Symbol, auf das sich der ökologisch bewusste Mensch beim Einkauf verlassen kann. Kein Wunder, dass bei einer Befragung 79% der Befragten angaben, mit dem Zeichen vertraut zu sein.